Realitätsverlust im Mangement – Gefangen in der Scheinwelt

Wie gut wirkt der Hausverstand, wenn es um wichtige Entscheidungen geht? Realitätsverlust war einer der Hauptgründe für die Krise – und sei in vielen Unternehmen ein Symptom dafür, dass die Führungsebene nicht wisse, was geschehe, berichtet das WirtschaftsBlatt. In vielen [...]

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Wie gut wirkt der Hausverstand, wenn es um wichtige Entscheidungen geht? Realitätsverlust war einer der Hauptgründe für die Krise – und sei in vielen Unternehmen ein Symptom dafür, dass die Führungsebene nicht wisse, was geschehe, berichtet das WirtschaftsBlatt. In vielen Unternehmen stehe alles zum besten – aber nur in der Vorstellung des Managements, so der Bericht. Komme die Realität dann ans Licht, sei die Überraschung gross, weil die Erfolgsmeldungen und Versprechen der vergangenen Jahre sich als Luftblasen entpuppten. “Ich denke, dass Finanzmanager leicht Gefahr laufen, den Hausverstand zu verlieren, weil die Geschäftsmodelle in Teilen des Finanzsektors eben sehr abstrakt sind”, zitiert die Zeitung Gerhard Speckbacher, den Vorstands des Instituts für Unternehmensführung an der WU Wien.

Entscheidungsfehler erkennen. Auch Erich Kirchler, Vizedekan der psychologischen Fakultät der Uni Wien sieht in komplexen Abläufen das Potenzial für Fehlentscheidungen. Kirchler: “In komplexen Situationen und wenn es gilt, riskante Entscheidungen zu treffen, neigen die Menschen dazu, sich sehr auf ihre Erfahrung und oft auf ihre Gefühle und Intuition zu verlassen – das gilt in der Politik ebenso wie im Management.” Erfahrung sei gut, könne aber auch die “Illusion der Unverwundbarkeit”, Überoptimismus und Kontrollillusion stärken, was manchmal in die Irre führe. Kirchler: Allzu leicht glauben Experten und Expertenteams, sie seien unverletzlich und unterlassen es, die Qualität ihrer Entscheidungen zu hinterfragen.”
Die neuesten Erkenntnisse der verhaltensökonomischen Forschung (Behavioral Economics) erlauben, Entscheidungsfehler als für viele Situationen vorhersehbare Verhaltensmuster zu identifizieren. Die Ursache für viele dieser Entscheidungsfehler ist, dass systematisch Informationen falsch interpretiert und Wahrscheinlichkeiten und damit zukünftig erwartete Renditen und Risiken falsch eingeschätzt werden. Mit dem Behavioral Economics Ansatz (BEA) beschäftigt sich FehrAdvice & Partners AG nicht nur mit den Ursachen von Fehlentscheidungen, sondern erlaubt auch den systematischen Einsatz dieses Wissens für Problemstellungen in der Wirtschaftsberatungspraxis.

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